Einladung: ARBEITSPLATZ UNIVERSITÄT: (UN)BEFRISTETES „VERGNÜGEN“?

Die Fraktion GAKU-PLUM-IG, die seit 2004 die Mehrheit im Betriebsrat für das wissenschaftliche Personal der Universität Wien stellt, lädt zu einer Diskussionsveranstaltung:

29. November 2017
18 Uhr
Aula am Campus der Universität Wien
1090 Wien, Spitalgasse 2
(Eingang im Durchgang zwischen Hof 1 und Hof 7)

Aufbauend auf einem Impulsreferat des bekannten Bildungsforschers Dr. Hans Pechar (ao. Univ.-Prof. i.R. vom Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung der Alpen-Adria Universität Klagenfurt), wollen wir mit Ihnen über Ihre Erfahrungen an einem Arbeitsplatz an einer Universität und an der Universität Wien im Besonderen diskutieren und Strategien zur Lösung besprechen.

Wo Wissenschaft draufsteht, ist an der Universität vergleichsweise selten das Vergnügen drin, das die Wissenschaft uns verheißt. Oder sollte das nur eine verzerrte Wahrnehmung sein, die bei Anlaufstellen wie dem Betriebsrat entsteht? In der Politik spielen Universitäten bestenfalls über die Themen Studiengebühren und Bildungsrankings eine Rolle, wie der heurige Wahlkampf wieder einmal bewiesen hat. Was ist Ihre Meinung zu Problemen wie den gering bezahlten Minijobs an Universitäten, den Befristungen, dem Überhandnehmen von Verwaltungsaufgaben und einer Lehre, die immer öfter als Abstellgleis der Forschung wahrgenommen wird? Was kann/soll man tun, um hier Abhilfe zu schaffen?

Die Veranstaltung endet in Gesprächen bei Brot und Wein.
Wir freuen uns auf und über zahlreiches Erscheinen!

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Senatssplitter Mai 2017

Senatssplitter / von Ilse Reiter-Zatloukal & Michaela Schaffhauser-Linzatti

Im Senat stand im Sommersemester 2017 neben den laufenden Curricularagenden bislang die Satzungsänderung hinsichtlich der § 99 (4) Professuren (aus unserer Sicht) im Vordergrund. Hier konnte zum einen erreicht werden, dass in den Auswahlpanels im Unterschied zu den seinerzeitigen § 99 (3)-Professuren auch eine Mitwirkung des Mittelbaus und der Studierenden vom Rektorat zugestanden wurde. Die tatsächliche Aufnahme von Mittelbauvertretern in alle drei (bereits arbeitenden) Panels für die assoziierten ProfessorInnen (Ausschreibung im Wintersemester 16/17) konnte auch gegen anfängliche Ressentiments im Senat durch Überzeugungsarbeit umgesetzt werden. Als PanelvertreterInnen des Mittelbaus wurden Kerschbaum, Reiter-Zatloukal und Schaffhauser-Linzatti gewählt. Mit einem Abschluss der Verfahren über den Sommer 2017 (bzw. zu Beginn des Wintersemesters 2017/18, je nach Einlangen der Gutachten) ist zu rechnen.
Hinsichtlich der ao. ProfessorInnen konnten wir zum einen gegen vielfältige Widerstände durchsetzen, dass eine erste Ausschreibung noch im Herbst 2017 durch das Rektorat erfolgen wird. Die Anzahl der Stellen steht noch nicht fest, wir fordern selbstverständlich für diese erste Tranche eine deutlich höhere Anzahl als bei den assoziierten ProfessorInnen, die vom Rektorat mit maximal 20 festgelegt wurde. Weiters haben wir erreicht, dass nicht nur Forschung und Lehre, sondern auch die Mitwirkung in der Selbstverwaltung als zusätzliches Leistungskriterium sowohl in der Ausschreibung zu nennen als im Auswahlverfahren zu berücksichtigen ist. Wegen nicht ausräumbarer verfassungsrechtlicher Bedenken mussten wir unsere Forderung aufgeben, karenzierte ao. ProfessorInnen, die eine unbefristete Professur innehaben, von der Bewerbung auszuschließen. Die in solchen Fällen vorliegende ungleiche Ausgangssituation von BewerberInnen muss daher in den Verfahren thematisiert werden.
Derzeit bemühen wir uns um die Abschaffung oder Reform der Satzungsvorschriften betreffend das Erlöschen der Venia legendi im Sinne eines rechtsstaatlichen Prozederes.
Aktuell steht die Nachbesetzung des vierten, vom Senat zu bestimmenden Unirats-Mitglieds nach dem Ausscheiden von Dürkop-Leptihn an. Alle Mitglieder des Senats konnten dazu Vorschläge einbringen, in einer außerordentlichen Sitzung wurde eine Shortlist erstellt. Mit deutlicher Stimmenmehrheit ging aus diesem Verfahren eine von Studierendenvertretern vorgeschlagene Person hervor, die nun im Juni zu einem Hearing eingeladen wird. Die bisherigen vom Senat bestimmten Unirats-Mitglieder wurden nach vom Mittelbau initiierten kritischen Hearings mit unterschiedlich hohen Stimmenmehrheiten wiedergewählt.
Weitere künftige Themen, die in einzelnen Arbeitsgruppen unter Beteiligung des Mittelbaus bearbeitet werden, sind neue Emeritierungsrichtlinien und Regelungen für Ehrungen des Senats.

Ilse Reiter-Zatloukal & Michaela Schaffhauser-Linzatti

Wissenschafter: „Die Lehre wird stiefmütterlich behandelt“ – Uni – derStandard.at › Inland

Befristete Stellen und schlechte Karriereaussichten prägen den Unibetrieb – das schlägt sich auch in der Lehre nieder, kritisiert Ruben Schenzle vom deutschen Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft

Quelle: Wissenschafter: „Die Lehre wird stiefmütterlich behandelt“ – Uni – derStandard.at › Inland

so ist es… und deshalb müssen wir für planbare Karrieren sorgen … worum sich unsere Fraktion kontinuierlich bemüht…

 

Ergebnis der Wahlen zum Senat vom Mai 2016

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir danken unseren Wählerinnen und Wählern für ihre Stimme bei der Senatswahl, bei der wir diesmal nur ganz knapp das 3. Mandat verpasst haben. Wir werden uns bemühen, das in uns gesetzte Vertrauen in den nächsten drei Jahren zu rechtfertigten …

Anbei übermitteln wir das genaue Wahlergebnis im Vergleich zur Wahl 2013. Leider ist die Wahlbeteiligung weiter zurückgegangen (2013: 11 %, 2016: 10 % – hoffentlich nur wegen des schlechten Wetters heuer) …

Kritische Liste PLUM+ GAKU+IG LektorInnen :  368 Stimmen bzw. 58,6 % (2013: 359 Stimmen bzw. 53,42%), d.h. + 5,18%

ULV: 260 Stimmen bzw. 41,40% b (2013: 313 Stimmen bzw. 46,58%), d.h. – 5,18%

Mit den besten Grüßen

Ilse Reiter-Zatloukal und Klaus Tieber