DGB-Chef fordert Ende von befristeten Stellen an Hochschulen – Politik – Berliner Morgenpost

An vielen deutschen Hochschulen arbeiten Menschen bis ins 45. Lebensjahr mit befristeten Arbeitsverträgen. Der DGB will das beenden.

Quelle: DGB-Chef fordert Ende von befristeten Stellen an Hochschulen – Politik – Berliner Morgenpost

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Senatssplitter – § 99 (4) DozentInnen/Ao. Prof.Innen

Die letzten Senatssitzungen waren u.a. davon geprägt, dass wir für eine möglichst hohe Anzahl an auszuschreibenden § 99 (4)-Stellen für Universitätsdozentinnen und Universitätsdozenten (ao. Univ.-Prof.) sowie für auf unser Dienstrecht passende Ausschreibungstexte gekämpft haben.
Die Vorstellungen im Senat lagen leider von Anfang an inkompatibel weit auseinander. Während wir stets für eine möglichst große Anzahl an Stellen und hinsichtlich der Bewertungskriterien für ein ausgeglichenes Verhältnis von Forschung, Lehre und Verwaltung gemäß unseren Aufgaben eintraten (wie wir dies zuvor auch in der entsprechenden Satzungsbestimmung durchsetzen konnten), wurde von den VertreterInnen der berufenen ProfessorInnen stets die Forschungsleistung als primär ausschlaggebend erachtet; auch sollte sich nach deren Ansicht die Anzahl der Stellen an den Assoz.-Professuren orientieren und diese am besten gar nicht übersteigen. Das Rektorat hatte zunächst eine großzügige Linie in Aussicht gestellt, diese dann aber von entsprechenden Abstimmungsmehrheiten im Senat abhängig gemacht.
Die von uns geforderten 40 (und später als Kompromissvorschlag auf 35
reduzierten) Stellen hatten bedauerlicher Weise von Anfang an keine Chance auf Stimmenmehrheit, da aus Sicht der VertreterInnen der berufenen ProfessorInnen „die Gefahr [besteht], dass die Zahl nicht nur als eine Begrenzung, sondern gleichzeitig auch als Richtwert verstanden wird, und Qualitätskriterien bei der Ausschöpfung dieser Zahl eine zu geringe Rolle spielen.“ Dies könne auch nicht gegenüber denjenigen Assoz.-Prof. gerechtfertigt werden, die bei der rezenten § 99 (4)-Ausschreibung nicht zum Zug gekommen seien, obwohl sie im Unterschied zu den ao. Univ.-Prof. international kompetitive Verfahren durchlaufen hätten.
Angesichts der Aussichtslosigkeit, eine Stimmenmehrheit für mehr als 30 Stellen zu erhalten, haben wir nach langen Diskussionen auf eine Kampfabstimmung verzichtet, da ansonsten die VertreterInnen der berufenen ProfessorInnen nicht einmal der von ihnen selbst vorgeschlagenen Minimalvariante zugestimmt hätten. Dieser Vorschlag bestand darin, dem Rektor seitens des Senats die nachdrückliche Empfehlung zu geben, bei einer hohen Zahl an hochqualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern im Zuge der rollierenden Entwicklungsplanung bis zu zehn weitere Stellen innerhalb eines Jahres nach der ersten Ausschreibung auszuschreiben und ein analoges Verfahren zu eröffnen.
Dieser mehrheitlich gefasste Beschluss, mit dem die Hoffnung auf weitere Stellen vorhanden ist, wurde dem Rektor übermittelt, der laut Vorsitzendem des Senates das Ergebnis „so genommen“ habe. Das Prozedere und der Ausschreibungstext orientieren sich nach dem Verfahren für die Assoziierten Professorinnen und Professoren.

Die Ausschreibung geht lt. Rektorat am 8.1. online und ist bis 1.3.2018 offen!

Für diejenigen, die im Status der ao. Univ.-Professur verbleiben, konnten wir folgenden Passus im neuen Entwicklungsplan verankern: „Zur Erfüllung dieser Aufgaben ist ein entsprechend ausgestattetes Umfeld notwendig“, was wenigstens einen (wenn auch nur bescheidenen) Ansatz für mögliche Ressourcenzuteilungen darstellt.

I. Reiter-Zatloukal & M. Schaffhauser-Linzatti

Einladung: ARBEITSPLATZ UNIVERSITÄT: (UN)BEFRISTETES „VERGNÜGEN“?

Die Fraktion GAKU-PLUM-IG, die seit 2004 die Mehrheit im Betriebsrat für das wissenschaftliche Personal der Universität Wien stellt, lädt zu einer Diskussionsveranstaltung:

29. November 2017
18 Uhr
Aula am Campus der Universität Wien
1090 Wien, Spitalgasse 2
(Eingang im Durchgang zwischen Hof 1 und Hof 7)

Aufbauend auf einem Impulsreferat des bekannten Bildungsforschers Dr. Hans Pechar (ao. Univ.-Prof. i.R. vom Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung der Alpen-Adria Universität Klagenfurt), wollen wir mit Ihnen über Ihre Erfahrungen an einem Arbeitsplatz an einer Universität und an der Universität Wien im Besonderen diskutieren und Strategien zur Lösung besprechen.

Wo Wissenschaft draufsteht, ist an der Universität vergleichsweise selten das Vergnügen drin, das die Wissenschaft uns verheißt. Oder sollte das nur eine verzerrte Wahrnehmung sein, die bei Anlaufstellen wie dem Betriebsrat entsteht? In der Politik spielen Universitäten bestenfalls über die Themen Studiengebühren und Bildungsrankings eine Rolle, wie der heurige Wahlkampf wieder einmal bewiesen hat. Was ist Ihre Meinung zu Problemen wie den gering bezahlten Minijobs an Universitäten, den Befristungen, dem Überhandnehmen von Verwaltungsaufgaben und einer Lehre, die immer öfter als Abstellgleis der Forschung wahrgenommen wird? Was kann/soll man tun, um hier Abhilfe zu schaffen?

Die Veranstaltung endet in Gesprächen bei Brot und Wein.
Wir freuen uns auf und über zahlreiches Erscheinen!

Impact of Social Sciences – The academic career path has been thoroughly destabilised by the precarious practices of the neoliberal university.

It is an increasingly difficult time to begin an academic career. The pressures of the REF, casualization and adjunctification of teaching and the disappearance of research funding are enormous obs…

Quelle: Impact of Social Sciences – The academic career path has been thoroughly destabilised by the precarious practices of the neoliberal university.