Senatssplitter v. 2.12.2015 von Ilse Reiter-Zatloukal

Die vom Rektorat vorgeschlagenen Änderungen des Organisationsplanes stellten den meist diskutierten Tagesordnungspunkt der Sitzung vom 26. November 2015 dar. Die wichtigsten Ergebnisse der regen Diskussionen waren folgende:

Hinsichtlich des vorgeschlagenen neuen § 5 Abs. 4a, der das Rektorat ermächtigen sollte, nach Anhörung der Universitätsprofessorinnen und Universitätsprofessoren die Funktion der Leiterin oder des Leiters einer Fakultät und eines Zentrums einmalig um bis zu ein Jahr zu verlängern, kamen Senat und Rektorat darin überein, dass die Verlängerungsmöglichkeit nur für die Leiterin oder des Leiters eines Zentrums, nicht aber einer Fakultät gelten wird.

  • 9 Abs. 1 (alt) sah bislang die Einrichtung einer Forschungsplattform für die Dauer von drei Jahren mit Option einer Verlängerung auf sechs Jahre nach einer Evaluierung vor. Nunmehr soll eine Verlängerung auf weitere zwei Jahre möglich sein, und zwar nach ursprünglichem Vorschlag des Rektorats, wenn ein „Anschlussprojekt in Aussicht ist“t. Der Senat hingegen schlägt dem Rektorat die Formulierung vor, dass „eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Realisierung eines gleichrangigen Anschlussprojekts gegeben“ sein muss.
  • 9 Abs. 2 normiert die Möglichkeit, Forschungsplattformen nach Abschluss der sechsjährigen Förderung in Forschungszentren zu überführen. Neu ist nun, dass auch erfolgreiche FWF-Spezialforschungsbereiche oder ähnliche kompetitiv eingeworbene Großprojekte nach Abschluss der Förderung in Forschungszentren überführt werden können.

Der neue Abs. 3 des § 17 soll der Regelung in der UG-Novelle nach Eingliederung des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung (IÖG) in die Universität als Organisationseinheit tragen. Da das UG 02 den Begriff Organisationseinheit nicht definiert, der Organisationsplan diesen jedoch mit Fakultät oder Zentrum festlegt, ging die Diskussion vor allem um die Frage, ob die Eingliederung in Gleichordnung mit den Fakultäten und Zentren oder in Unterordnung unter die phil.-hist. Fakultät geschehen soll. Das Rektorat vertrat den Standpunkt, dass angesichts der nur geringen personalrechtlichen Auswirkungen nur eine Eingliederung in eine Fakultät aus pragmatischen Gründen geboten erscheine, von Mitgliedern des Senats wurden einerseits die Vorteile einer Inkorporation des IÖG in die Fakultät hervorgehoben, andererseits Bedenken gegen die Rechtskonformität der vorgeschlagenen Änderungen erhoben.

Der Senat schlug in seiner Stellungnahme dem Rektorat schließlich einzelne (insbes. die angesprochenen) Umformulierungen vor und stimmte ansonsten den vom Rektorat vorgeschlagenen Änderung mehrheitlich zu.

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