Warum so viele Akademiker aus Deutschland an Schweizer Hochschulen lehren – und welches die eigentlichen Probleme sind: Es ist Zeit für eine Universitätsreform

http://www.nzz.ch/es-ist-zeit-fuer-eine-universitaetsreform-1.9384647

Auszüge aus dem Artikel:

„Die stabilen Hierarchien an deutschen und schweizerischen Universitäten verdanken sich dem Mechanismus, dass jene Wissenschafter, die das Nadelöhr zur Professur passiert haben, kein strategisches Interesse mehr haben, an den bestehenden Verhältnissen etwas zu ändern. Sie würden damit nur ihren teuer erworbenen Sonderstatus aufs Spiel setzen. Und da die Professoren in den hochschulpolitischen Gremien das Sagen haben, können sie dafür sorgen, dass bei allen organisatorischen Veränderungen die Hierarchien so bleiben, wie sie sind.“

„Um diese Strukturreform durchzuführen, wäre es am einfachsten, Lehrstühle bei Neubesetzungen aufzulösen und je nach Grösse in zwei oder mehrere unbefristete und unabhängige Stellen umzuwandeln, auf die man sich als Postdoc bewerben und auf denen man bei hervorragenden Leistungen bis zum Professor aufsteigen kann. Gleichzeitig wäre es wichtig, Doktoranden von ihrer Assistentenfunktion, mit der sie sich schon früh einen Karriererückstand einzuhandeln drohen, zu befreien. Wie der «angelsächsische» Universitätstyp zeigt, brauchen Professoren keine Assistenten. Was sie in der Schweiz benötigen, um die gestiegene Lehrbelastung zu bewältigen, sind mehr Kollegen.“

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Ein Gedanke zu “Warum so viele Akademiker aus Deutschland an Schweizer Hochschulen lehren – und welches die eigentlichen Probleme sind: Es ist Zeit für eine Universitätsreform

  1. Es ist interessant, den deutschsprachigen Raum zu vergleichen. woran er insgesamt leidet: an scheinbar unüberwindbaren Hierarchien und der Schwierigkeit, Internationalität zu defnieren, siehe das Beispiel der Schweiz…

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